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Vom Ackerbauerndorf zur Industriegemeinde

 

Die Gemeinde Wohlen musste im 19. Jh. immer mehr Aufgaben erfüllen und sah sich mit neuen Infrastrukturbedürfnissen konfrontiert. Es begann 1810 mit dem Bau des ersten Schulhauses, dem weitere folgen sollten (1854 Haldenschulhaus, 1898 Bezirksschulhaus, 1907 Schulhaus Anglikon, 1956 Berufsschulhaus, 1966/71/2004 Schulhaus Bünzmatt, 1974 Schulhaus Junkholz und 1988 Kantonsschule). Schule

Mit der Abschaffung des Zelgzwangs um 1850 musste das Landwirtschaftsgebiet mit einem Wegnetz erschlossen werden. Das Strassenbaugesetz von 1859 verlangte Korrektionen der Dorfstrassen; u.a. erhielt die alte Bremgarterstrasse einen neuen Verlauf. In den 1920/30er Jahren wurde die mäandrierende Bünz kanalisiert und der sumpfige Talboden sukzessive urbarisiert.
Gemeinde und Strohfabrikanten setzten sich 1866 mit einem Halbmillionen-Kredit erfolgreich für die Linienführung der Gotthardbahn (Nordsüdbahn) durch das Bünztal ein: 1874 hielt der erste Zug im Bahnhof Wohlen. Ab 1876 bestand die Verbindung nach Bremgarten, ab 1881 jene bis Rotkreuz an die Gotthardbahn, ein Jahr später jene nach Brugg, ab 1916 verband die Wohlen–Meisterschwanden-Bahn Wohlen mit dem Seetal (Betrieb 1997 eingestellt). Bessere Strassen und v.a. die Bahnverbindungen vergrösserten das Einzugsgebiet für Zupendler nach Wohlen.
Im Postverkehr gab es ab 1804 eine Briefablage, die „Wärterei“. 1822 kam die erste Poststelle, 1857 das Telegrafenbüro und 1893 die Telefonzentrale mit vorerst 23 Abonnenten. Seit den 1890er Jahren bemühten sich die Behörden um eine gute Wasserversorgung (erstes Reservoir 1898). Ende des 19. Jh. bezog Wohlen seine erste Elektrizität und ab 1913 Gas aus dem eigenen Gaswerk.
Die Pfarrkirche war das erste gemeinsame Bauwerk der ganzen Bürgerschaft: Die zu klein gewordene mittelalterliche Kirche wurde abgebrochen und die neue nach Plänen von Niklaus Purtschert 1804 bis 1807 mit 14'614 Frondiensttagen und 3'513 Gratisfuhren erbaut. Mit der Strohindustrie zogen erste Reformierte in die katholische Gemeinde. Sie schlossen sich anfangs der reformierten Kirchgemeinde Bremgarten an, bauten dann aber 1925 ihre eigene Kirche auf dem Hügel über dem Bahnhof nach Plänen des Architekten Emil Schäfer. An älteren kirchlichen Bauten sind in Wohlen die St.-Anna-Kapelle (1513–14) und in Anglikon die St.-Wendelin-Kapelle von 1748 (Vorgängerbau St. Anton, 1515) erhalten.

Gebäude
 

  Vom Ackerdorf.pdf (pdf, 221.5 kB)


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